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Schürfgruben in Stuttgart: Geotechnische Aufschlüsse für Ihre Baugrundbeurteilung

Gemeinsam lösen wir die Herausforderungen von morgen.

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Im Stuttgarter Talkessel treffen wir regelmäßig auf eine Überlagerung aus Auffüllungen, quartären Kiesen und den darunter anstehenden Gipskeuper- oder Schilfsandsteinformationen. Wer hier baut, sollte die tatsächliche Schichtenfolge nicht dem Zufall überlassen. Eine Schürfgrube liefert direkte Einblicke in den Baugrund, die kein indirektes Verfahren ersetzen kann. Gerade in Hanglagen wie in Degerloch oder am Killesberg, wo der Untergrund auf kurzer Distanz wechselt, hat sich die Kombination mit einer Korngrößenanalyse bewährt, um die Tragfähigkeit genau einzuschätzen. Unsere Teams führen die Aufschlüsse nach DIN EN 1997-2 durch und dokumentieren jede Schicht vor Ort – vom Aushub bis zur finalen Profilaufnahme.

Die Schürfgrube bleibt der direkteste geotechnische Aufschluss – kein Bohrverfahren ersetzt den Blick des erfahrenen Baugrundgutachters auf die ungestörte Schichtfolge.

Unser Ansatz

Zwischen dem lehmig-tonigen Untergrund in den Neckarvororten und den verwitterten Keuperhängen im Stuttgarter Westen liegen Welten in der Baugrundtragfähigkeit. Während in Bad Cannstatt häufig relativ tragfähige Kalksteinbänke in geringer Tiefe anstehen, dominieren in Vaihingen oft mehrere Meter mächtige Verwitterungslehme, die eine sorgfältige Probenahme erfordern. Unsere Schürfgruben werden maschinell oder bei beengten innerstädtischen Verhältnissen von Hand abgeteuft; wir dokumentieren Klüftung, Wasserzutritte und entnehmen gestörte sowie ungestörte Proben. Für setzungsempfindliche Bauvorhaben empfehlen wir ergänzend einen Plattendruckversuch zur direkten Ermittlung des Verformungsmoduls auf der Aushubsohle. Bei tiefer reichenden Fragestellungen, etwa vor der Planung von Tiefgaragen, kombinieren wir den Aufschluss mit einer SPT-Bohrung, um die Lagerungsdichte auch in größeren Teufen nach DIN 4094-2 zu bewerten.
Schürfgruben in Stuttgart: Geotechnische Aufschlüsse für Ihre Baugrundbeurteilung
Technisches Referenzbild — Stuttgart

Standortspezifische Faktoren

Ein Neubauprojekt mit zwei Untergeschossen in Stuttgart-Süd zeigte kürzlich, wie schnell der Baugrund täuschen kann: Nach drei Metern verwittertem Gipskeuper, der im Schurf zunächst standfest wirkte, öffnete sich eine mit weichem Ton verfüllte Karststruktur. Ohne die tiefere Schürfgrube wäre die Baugrube in dieser Tiefe ohne Sicherung geblieben – ein erhebliches Risiko für Setzungen und Tagesbrüche. Gerade in den auslaugungsgefährdeten Keupergebieten Stuttgarts ist der direkte Aufschluss durch eine Schürfgrube unverzichtbar, um Hohlräume, Wasserwegsamkeiten oder Schichtgrenzen zu erkennen, die von einer indirekten Erkundung nicht erfasst werden. Die Kombination mit den Ergebnissen einer Korngrößenanalyse und der Bestimmung der Atterberg-Grenzen erlaubt dann eine sichere Einstufung der Bodengruppe und die Bemessung der Gründung.

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Technische Daten

ParameterTypischer Wert
AbteufverfahrenMaschinell bis 4,5 m u. GOK; Handschurf bis 1,5 m bei Leitungsbestand
Normative GrundlageDIN EN 1997-2 (Eurocode 7), DIN 4020, DIN 4094-2
ProbenahmeGestörte und ungestörte Proben (Zylinderproben Ø 80/100 mm)
DokumentationSchichtprofil nach ISO 14688-1, Fotodokumentation, Aufmaß
EinsatzbereicheFlachgründungen, Baugruben, Leitungsgräben, Setzungsanalyse
WasserhaltungSchöpfprobe, ggf. Abschätzung des Wasserandrangs nach Freispiegelung

Verwandte Dienstleistungen

01

Schürfgrubenabteufung

Maschineller oder manueller Aushub zur direkten Bodenansprache, Profilaufnahme und Probenahme nach DIN EN 1997-2 in allen Stuttgarter Stadtteilen.

02

Baugrundlabor

Klassifizierung der entnommenen Proben mittels Korngrößenanalyse, Bestimmung der Zustandsgrenzen und ggf. weiterführender bodenmechanischer Versuche.

03

Gründungsberatung

Beratung zur Wahl des wirtschaftlichsten Gründungstyps auf Basis der Schurfergebnisse – von Streifenfundamenten bis zu Tiefgründungen.

04

Baugruben- und Böschungsbeurteilung

Einschätzung der Standsicherheit von Baugrubenböschungen und ggf. Empfehlung von Sicherungsmaßnahmen gemäß DIN 4124.

Normativer Rahmen

DIN EN 1997-2:2010-10 – Eurocode 7: Geotechnische Erkundung und Untersuchung, DIN 4020:2010-12 – Geotechnische Untersuchungen für bautechnische Zwecke, DIN 4094-2:2003-05 – Baugrund – Felduntersuchungen – Teil 2: Schürfgruben

Fragen und Antworten

Was kostet eine Schürfgrube in Stuttgart?

Die Kosten für eine maschinell abgeteufte Schürfgrube in Stuttgart liegen je nach Tiefe, Zugänglichkeit und notwendiger Wasserhaltung meist zwischen €410 und €670. Handschürfe in beengten innerstädtischen Lagen können aufgrund des höheren Arbeitsaufwands am oberen Ende dieses Rahmens liegen. Eine verbindliche Kalkulation erhalten Sie nach Klärung der örtlichen Gegebenheiten von uns.

Wie tief muss eine Schürfgrube für ein Einfamilienhaus in Stuttgart sein?

Für ein Einfamilienhaus mit Keller fordern wir in Stuttgart in der Regel eine Tiefe von mindestens 3,0 m unter geplanter Gründungssohle, bei nicht unterkellerten Gebäuden mindestens 2,0 m unter GOK. Wegen der heterogenen Keuperverwitterungsböden und möglicher Auslaugungszonen im Stuttgarter Untergrund empfehlen wir, mindestens eine Schürfgrube auf 4,5 m abzuteufen, um Karsthohlräume oder setzungsempfindliche Schichten sicher zu erkennen.

Können Schürfgruben auch in Hanglagen durchgeführt werden?

Ja, Schürfgruben in Hanglagen wie am Killesberg oder in Stuttgart-Degerloch sind mit angepasster Arbeitstechnik durchführbar. Wir setzen dafür leichtere Minibagger ein oder teufen bei extremen Steigungen von Hand ab. Die Böschungsneigung und die Zugänglichkeit entscheiden über das Verfahren; in jedem Fall wird die Standsicherheit des Schurfs nach DIN 4124 beurteilt und die Baugrube entsprechend gesichert.

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Stuttgart und Umgebung.

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