An der Königstraße standen wir vor einem klassischen Stuttgarter Problem: ein Baugrubenverbau direkt über verwittertem Gipskeuper. Der Bauleiter hatte Sorge wegen Sulfatquellen unterhalb der 6-Meter-Sohle. Wir haben eine Injektionsbemessung aufgesetzt, die den Anhydritspiegel abdichtet, ohne die Statik der Nachbarbebauung zu gefährden. In Stuttgart geht es selten ohne gezielte Bodeninjektion, wenn der Baugrund aus dem Lias alpha oder dem Knollenmergel besteht. Unsere Injektionsbemessung liefert den exakten Nachweis für Porenzahl, Injektionsdruck und Reichweite — abgestimmt auf die lokale Geologie. Gerade im Talkessel mit seinen bis zu 40 Meter mächtigen quartären Auffüllungen ist das kein Standardprodukt. Für tiefere Aufschlüsse kombinieren wir die Bemessung oft mit einer CPT-Sondierung, um den Schichtverlauf lückenlos zu erfassen, bevor die Injektionslanzen gesetzt werden.
In der Stuttgarter Innenstadt reicht eine Fehleinschätzung des Anhydritspiegels, um eine gesamte Baugrube zu verlieren — unsere Injektionsbemessung schließt dieses Risiko aus.
