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Felddichtebestimmung mit Sandkegelverfahren in Stuttgart

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Stuttgarts Talkessellage stellt besondere Anforderungen an die Bodenverdichtung. Die warmen, oft trockenen Sommer verwandeln die oberen Horizonte in staubigen Lehm, während die Hanglagen des Neckartals von wechselhaften Schichten aus Gipskeuper und Lösslehm geprägt sind. Wer hier ein Bauwerk errichtet, muss die erreichte Lagerungsdichte im Feld exakt nachweisen können. In unserer Praxis sehen wir immer wieder, dass die geologischen Übergänge zwischen den quartären Kiesen des Neckartals und den ausgeprägten Verwitterungsböden der umliegenden Höhenzüge unterschätzt werden. Die Siedlungsdichte im Stuttgarter Kessel mit seinen etwa 630.000 Einwohnern verlangt zudem eine extrem präzise Verdichtungsprüfung, denn Nachverdichtungen im beengten innerstädtischen Raum verursachen schnell unverhältnismäßige Kosten. Das Sandkegelverfahren nach DIN 18125-2 liefert hier die belastbaren Kennwerte, die für die Abnahme von Erdplanien und Tragschichten unverzichtbar sind.

Ein um 2 Prozent unterschrittener Verdichtungsgrad im Stuttgarter Gipskeuper kann Setzungsdifferenzen von mehreren Zentimetern nach sich ziehen – das Sandkegelverfahren deckt dies zuverlässig auf.

Unser Ansatz

Zwischen den steilen Weinberghängen von Untertürkheim und den flacheren Arealen im Stuttgarter Norden liegen Welten, was den Baugrund angeht. Während man in Bad Cannstatt auf den mächtigen Neckarkiesen mit guter Tragfähigkeit aufbaut, trifft man in Degerloch auf verwitterten Lias oder Knollenmergel, dessen Verdichtungsverhalten völlig anders ausfällt. Genau hier setzen wir mit dem Sandkegelverfahren an. Der Versuch misst die in-situ-Dichte des Bodens direkt an der eingebauten Schicht und vergleicht sie mit den Referenzwerten aus dem Labor. Der Ablauf ist solid: Ein Prüfloch wird ausgehoben, das entnommene Material gewogen, und das Volumen des Lochs mit genormtem, rieselfähigem Prüfsand verfüllt. Aus Masse und Volumen ergibt sich die Feuchtdichte, und nach Ofentrocknung die Trockendichte. Den Verdichtungsgrad leiten wir aus dem Verhältnis zur Proctordichte ab – eine Kennzahl, die bei den bindigen Lössböden Stuttgarts oft den kritischen Punkt darstellt. Ergänzend zur Dichteprüfung lässt sich die Bodenzusammensetzung mit einer Korngrößenanalyse genauer einordnen, was besonders bei den wechselhaften Auelehmschichten im Neckartal aufschlussreich ist.
Felddichtebestimmung mit Sandkegelverfahren in Stuttgart
Technisches Referenzbild — Stuttgart

Standortspezifische Faktoren

Ein Fehler, den wir im Stuttgarter Raum leider zu oft beobachten: Es wird einfach nach Augenschein verdichtet und auf den obligatorischen Dichtenachweis verzichtet. Besonders heimtückisch ist das bei Auffüllungen in den ehemaligen Steinbruchbereichen der Fildergemeinden oder in den mit Mergelbrocken durchsetzten Verwitterungsdecken. Die Walze fährt drüber, die Oberfläche sieht geschlossen aus – aber in 20 Zentimeter Tiefe lagert das Material locker wie vorher. Ohne Sandkegelversuch bleibt das unsichtbar. Die Folgen sind ungleichmäßige Setzungen unter Bodenplatten, Risse in Wänden oder, noch gravierender, eine unzureichende Tragfähigkeit unter Verkehrsflächen. Gerade bei den oft geneigten Grundstücken im Stuttgarter Talkessel können solche Versagensmechanismen auch die Böschungsstabilität beeinträchtigen. Ein kontrollierter Verdichtungsnachweis mit dem Sandkegelverfahren kostet vergleichsweise wenig Zeit, schützt aber vor Bauschäden, deren Sanierung ein Vielfaches verschlingt.

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Technische Daten

ParameterTypischer Wert
PrüfnormDIN 18125-2:2020-11
KorngrößenbereichFeinkies bis Grobschluff (d < 63 mm)
PrüftiefeOberflächennah, typischerweise 0–30 cm
Erforderliche MaterialmengeCa. 2–5 kg je Prüfstelle
Ermittelte KenngrößeTrockendichte, Feuchtdichte, Verdichtungsgrad DPr
EinsatzgrenzeNicht geeignet bei stark durchlässigen, rolligen Böden
AkkreditierungPrüfverfahren nach DIN EN ISO/IEC 17025 im flexiblen Geltungsbereich

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Klassisches Verfahren nach DIN 18125-2 für Erdplanien und Tragschichten. Wir ermitteln Trockendichte und Verdichtungsgrad direkt auf Ihrer Baustelle im Großraum Stuttgart, dokumentiert in einem normkonformen Prüfbericht.

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Die Referenzdichte für jeden Feldversuch. Wir bestimmen die einfache oder modifizierte Proctordichte an gestörten Proben aus Ihrem Aushubmaterial, um den Verdichtungsgrad vor Ort exakt berechnen zu können.

04

Geotechnische Baubegleitung

Kontinuierliche Überwachung der Erdarbeiten mit stichprobenartigen Dichteprüfungen. Wir dokumentieren den Einbau lagenweise und geben bei Auffälligkeiten sofort Handlungsempfehlungen, bevor teure Fehlleistungen entstehen.

Normativer Rahmen

DIN 18125-2:2020-11 – Baugrund, Untersuchung von Bodenproben – Bestimmung der Dichte des Bodens – Teil 2: Feldversuche, DIN EN ISO 17892-1 – Geotechnische Erkundung und Untersuchung – Laborversuche an Bodenproben – Bestimmung des Wassergehalts, ZTV E-StB 17 – Zusätzliche Technische Vertragsbedingungen und Richtlinien für Erdarbeiten im Straßenbau, DIN EN ISO/IEC 17025 – Allgemeine Anforderungen an die Kompetenz von Prüf- und Kalibrierlaboratorien

Fragen und Antworten

Welche Kosten entstehen für eine Felddichtebestimmung mit dem Sandkegelverfahren?

Der Referenzbereich für diese Leistung in Stuttgart liegt bei €100 - €110. Der Endpreis hängt vom Projektumfang ab.

Standort und Servicegebiet

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