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CPT-Sondierung in Stuttgart: Drucksondierung mit Cone Penetration Test nach DIN EN ISO 22476-1

Gemeinsam lösen wir die Herausforderungen von morgen.

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Der Stuttgarter Talkessel mit seinen quartären Auffüllungen und den darunter anstehenden Gipskeuper-Schichten stellt eine geotechnische Herausforderung dar, bei der die konventionelle Sondierung oft an ihre Grenzen stößt – der CPT-Versuch liefert hier ein durchgehendes Profil ohne Probenverlust. Wir setzen die Drucksondierung mit einem 20-Tonnen-Raupengerät ein, das Spitzendruck, Mantelreibung und Porenwasserdruck simultan aufzeichnet und damit die Stratigraphie der bis zu 15 Meter mächtigen Talablagerungen auflöst. In Kombination mit dem SPT-Bohrung zur Gewinnung gestörter Proben aus den Anhydritbänken erhalten Sie ein vollständiges Baugrundmodell, das die Anforderungen des Eurocode 7 (DIN EN 1997-2) erfüllt und vom Prüfingenieur anerkannt wird.

Ein CPT-Profil mit 1 cm Tiefenauflösung liefert mehr Bodenschichteninformation als zehn Bohrungen mit gestörter Probenahme – bei einem Drittel der Untersuchungszeit.

Unser Ansatz

Ein typischer Einsatzfall in Stuttgart-Ost: ein fünfgeschossiger Wohnbau auf einem Grundstück mit Auffüllungen über verwittertem Gipskeuper, wo der Baugrundgutachter ein lückenloses Schichtenverzeichnis benötigte. Die Drucksondierung CPTu mit Porenwasserdruckmessung identifizierte eine weiche Zwischenschicht in 6,50 m Tiefe, die mit Rammsondierungen übersehen worden wäre, und erlaubte die direkte Ableitung der undränierten Scherfestigkeit für die Flachgründung. Aus den Messwerten berechneten wir den Reibungsindex, der die Einstufung in die Bodengruppen nach DIN 18196 ermöglicht, und ergänzten die Kampagne mit dem Plattendruckversuch zur Verifizierung des Verformungsmoduls auf Planumshöhe. Jede CPT-Sondierung in Stuttgart dokumentieren wir mit Tiefenauflösung von 1 cm und liefern den Datensatz im GEF-Format für die Weiterverarbeitung in GEODIN oder GGU.
CPT-Sondierung in Stuttgart: Drucksondierung mit Cone Penetration Test nach DIN EN ISO 22476-1
Technisches Referenzbild — Stuttgart

Standortspezifische Faktoren

Die städtebauliche Entwicklung Stuttgarts vollzog sich in mehreren Bauphasen, die tiefgreifende Spuren im Baugrund hinterlassen haben. Das heutige Neckar-Tal ist eine anthropogen überformte Landschaft mit mächtigen Trümmerschuttlagen aus dem Zweiten Weltkrieg, die stellenweise bis zu 8 Meter Tiefe erreichen und ein extrem heterogenes Korngerüst aus Ziegelbruch, Beton und Holzresten aufweisen. Wer in diesen Auffüllungen eine Drucksondierung ohne Porenwasserdruckmessung durchführt, riskiert Fehlinterpretationen, weil der Spitzendruck durch grobe Einschlüsse verfälscht wird. Das geotechnische Risiko liegt nicht nur in Setzungsdifferenzen, sondern auch in der Sulfataggressivität des Gipskeupers, die eine Betonkorrosion nach DIN 4030-2 auslösen kann und eine Expositionsklasse XA2 oder XA3 erfordert.

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Technische Daten

ParameterTypischer Wert
MessgrößenSpitzendruck qc, Mantelreibung fs, Porenwasserdruck u2 (CPTu)
SondiergerätRaupenfahrzeug 20 t, elektrische Spitze mit Neigungsmesser
Maximale SondiertiefeBis 25 m (abhängig vom Untergrund)
Tiefenauflösung1 cm (kontinuierlich)
Normative GrundlageDIN EN ISO 22476-1:2013-04, Eurocode 7 (DIN EN 1997-2)
DatenformatGEF (Geotechnical Exchange Format), ASCII, PDF-Bericht
BodenklassifikationRobertson-Diagramme (1986, 1990), DIN 18196
Berichtszeit48 Stunden nach Feldarbeit in Stuttgart

Verwandte Dienstleistungen

01

CPTu-Drucksondierung mit Porenwasserdruck

Kontinuierliche Messung von Spitzendruck qc, Mantelreibung fs und Porenwasserdruck u2 mit einer 10 cm² Spitze. Erlaubt die Ableitung der undränierten Scherfestigkeit und des Konsolidierungsgrads in den Neckar-Tonen.

02

Seismische CPT (SCPT)

Kombination der Drucksondierung mit einem Geophon-Modul zur Bestimmung der Scherwellengeschwindigkeit Vs. Anwendung in Stuttgart für die seismische Mikrozonierung und die Ermittlung des Schubmoduls bei kleinen Dehnungen.

03

CPT-Datenauswertung und Baugrundgutachten

Bodenklassifikation nach Robertson (1986, 1990), Berechnung der Lagerungsdichte und der äquivalenten SPT-Schlagzahl N60. Lieferung von Schichtenverzeichnissen nach DIN 4023 und Datensätzen im GEF-Format.

Normativer Rahmen

DIN EN ISO 22476-1:2013-04 – Geotechnische Erkundung und Untersuchung – Felduntersuchungen – Teil 1: Drucksondierungen mit elektrischen Messwertaufnehmern und Messeinrichtungen für den Porenwasserdruck, DIN EN 1997-2 (Eurocode 7) – Entwurf, Berechnung und Bemessung in der Geotechnik – Teil 2: Erkundung und Untersuchung des Baugrunds, DIN 18196 – Erd- und Grundbau – Bodenklassifikation für bautechnische Zwecke, DIN 4030-2 – Beurteilung betonangreifender Wässer, Böden und Gase – Teil 2: Entnahme und Analyse von Wasser- und Bodenproben

Fragen und Antworten

Was kostet ein CPT-Versuch in Stuttgart?

Der Preis für eine CPT-Sondierung in Stuttgart liegt zwischen €140 und €200 pro Meter. Die Kosten hängen von der erforderlichen Tiefe, der Zugänglichkeit des Geländes und der Art der Spitze (CPT oder CPTu mit Porenwasserdruck) ab. In der Endsumme sind die Anfahrt innerhalb des Stadtgebiets, die Messung mit 1 cm Auflösung und die Datenauswertung mit Bodenklassifikation enthalten.

Welche Informationen liefert der CPT-Versuch im Vergleich zur Bohrung?

Der CPT-Versuch liefert ein kontinuierliches Tiefenprofil mit Messwerten alle 1 cm, während eine Bohrung nur punktuelle Proben in Tiefenintervallen von 1 bis 2 Metern ergibt. Die Drucksondierung misst direkt den Spitzendruck und die Mantelreibung, aus denen die undränierte Scherfestigkeit, die Lagerungsdichte und der Reibungswinkel abgeleitet werden. Eine Bohrung ist nötig, wenn Proben für Laborversuche wie den Triaxialversuch benötigt werden.

Ist der CPT-Versuch für die Keuperböden in Stuttgart geeignet?

Ja, mit Einschränkungen. In den quartären Talablagerungen und den Neckar-Tonen erreicht die CPT-Sondierung optimale Ergebnisse. Bei stark verwittertem Gipskeuper mit hohem Anhydritgehalt oder in den massiven Sandsteinbänken des Stubensandsteins kann die Spitze jedoch auf unüberwindbaren Widerstand treffen. In diesen Fällen kombinieren wir die CPT mit einer Bohrung, um die harten Schichten zu durchörtern.

Wie tief können Sie in Stuttgart sondieren?

Unser Raupengerät mit 20 Tonnen Reaktionskraft erreicht in den typischen Stuttgarter Böden Sondiertiefen bis 25 Meter. Die tatsächliche Tiefe hängt vom Verlauf des Spitzendrucks ab – überschreitet er 50 MPa über mehrere Messpunkte, beenden wir den Versuch, um die Spitze nicht zu beschädigen. In den Auffüllungen des Neckar-Tals erreichen wir meist die geforderten Tiefen für Flachgründungen ohne Probleme.

Benötige ich eine Genehmigung für eine CPT-Sondierung in Stuttgart?

Nein, eine Drucksondierung nach DIN EN ISO 22476-1 ist ein zerstörungsfreier Feldversuch, der kein Bohrloch hinterlässt und keine Grundwasserleiter durchörtert. In Stuttgart ist lediglich die Standsicherheit des Geräts auf beengten Hanggrundstücken zu beachten – wir prüfen vor jedem Einsatz die Zugänglichkeit und die Tragfähigkeit des Untergrunds für das Raupenfahrzeug.

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Stuttgart und Umgebung. Mehr Info.

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